
Quantensprung in die Moderne
Bauhof Hip: Landkreis investiert über 1,7 Millionen in Gebäude und Bürger
Stand: 19.10.2026
Das Wort „Quantensprung“, das Landrat Ben Schwarz bei der Einweihung des neuen Betriebsgebäudes am Kreisbauhof Hilpoltstein mehrfach verwendet hat – selten dürfte es treffender gewesen sein als an diesem Tag. Schließlich konnten die Gäste alt (Ende der 1930er Jahre) mit neu direkt vergleichen. Und nur zu einem Schluss kommen.
Der zweigeschossige Neubau sei modern, funktional und optisch ansprechend. „Hier haben wir etwas, das unseren Mitarbeitern und somit letztlich auch den Bürgern zugutekommt“, freute sich Ben Schwarz zusammen mit vielen Gästen. Den Landkreisbewohnern deshalb, weil ein funktionierender Bauhof mit seinen vielfältigen Aufgaben essentiell ist, betonte er. Dessen Mitarbeiter hätten nun endlich ein ordentliches Arbeitsumfeld. Das alte Gebäude entsprach schon seit Langem nicht mehr den Anforderungen der Zeit. Ein energetisches Desaster, keine Zentralheizung, …. Errichtet wurde es 1967, allerdings hatte es da schon einige Jahre auf dem Buckel, wurde es doch zur NS-Zeit in Nürnberg als Baracke gefertigt.
Nun also knapp 300 moderne Quadratmeter und damit gleich einmal 155 mehr als der Altbestand bieten konnte. 300 Quadratmeter, die energetisch, effektiv und standardentsprechend sind. Mitsamt geschlechtergetrennten Sanitäranlagen und Umkleiden, einem Trockenraum für Stiefel und Jacken sowie Büros – von denen das Betriebsgelände gut eingesehen werden kann - und ein Besprechungszimmer. „Ein angenehmes Raumgefühl“, fanden die Gäste.
Dank Wärmepumpe, einer noch zu installierenden PV-Anlage sowie einer Zisterne – mit dem aufgefangenen Wasser wird dann gegossen – erfüllt der rund 1,77 Millionen teure Neubau zudem Anforderungen an Umweltschutz und Energiesparen, betonte Landrat Ben Schwarz. Wichtig war ihm der Hinweis, dass der Abenberger Bauhof nicht vergessen, sondern ebenso eine Aufwertung erfahren soll. „Hilpoltstein hat gezeigt, dass man Schritt für Schritt mit Planung und Engagement viel erreichen kann.“
Schwarz stellte die vielen Eigenleistungen heraus, die die Kollegen erbracht hätten, die gute Zusammenarbeit im Haus sowie mit Baufirmen und den Architekten. Die hätten es gar nicht so leicht gehabt, richtete er an die Adresse von Jens Meyer und Astrid Müller. Schließlich seien verschiedene Varianten diskutiert worden, sowohl, was Standort, Winkel oder auch Höhe betraf. Das Ergebnis sei durchdacht und „vollumfänglich eine Verbesserung“.
Einen augenzwinkernden Seitenhieb bekam der Hilpoltsteiner Bürgermeister Felix Erbe ab. Jahrelang hätten „seine“ Mitarbeiter neidisch auf den schönen, modernen Stadtbauhof geblickt, „das ist jetzt wohl anders herum“.
Auch wenn es die aktuelle Situation nicht erfordert, beweist das neue Gebäude auch an anderer Stelle, dass es für die Zukunft gerüstet ist: Für den möglichen Einbau eines Treppenlifts wurden Vorrichtungen getroffen, die WCs sind bereits behindertengerecht.
„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, brachte es Jan Dorweiler, im Landratsamt für das Gebäudemanagement zuständig, auf den Punkt. Er war es dann auch, der vor der Segnung durch Stadtpfarrer Franz-Josef Gerner den symbolischen Schlüssel an seinen Kollegen vom Tiefbau, Michael Stark, sowie Bauhofleiter Sven Regnet übergab. Auch durfte er sich stellvertretend für seine 15 Kollegen in „Hip“, über Dank und Lob der Anwesenden freuen. Schließlich decken die beiden Bauhöfe dank Rufbereitschaft 24/7 ab. „Es ist immer jemand da.“