Drei Erlebnisse in einem

Der erste Oma-Opa-Enkel-Tag des Landkreises auf Burg Abenberg übertraf alle Erwartungen
Stand: 11.08.2026

Einigen wir uns auf ein Unentschieden. Denn selbst der scharfsinnigste Betrachter hätte beim besten Willen nicht sagen können, wer beim Oma-Opa-Enkel-Tag die Nase vorne hatte: Die Großeltern oder die Steppkes, die da zwischen Burganger, Museum und Bauernhof aus dem Staunen und Begeisterung kaum herauskamen.

Unentschieden also. Denn ganz offensichtlich traf das Paket, das das Landratsamt da erstmals unter dem neuen Format Genussvoll unterwegs – Generation 60 + geschnürt hatte, voll den Zeitgeist. Dabei ist die Ursprungsidee hinter dem neuen Format vergleichsweise einfach: Senioren etwas bieten, konkret in diesem Fall auf der Burg Abenberg und in den Ferien plus sie mit Kindern zusammenbringen.

So war denn auch alles vertreten: Die Single-Oma mit einem Enkel, das „klassische Vierer-Gespann“ bis hin zum Großelternpaar mit zwei Enkeln, wobei insgesamt ein leichter Nachwuchs-Überhang zu verzeichnen war. Ein Erfolg war die Veranstaltung schon, ehe sie Landrat Ben Schwarz auf Burg Abenberg eröffnete. Trotz der vergleichsweisen hohen Zahl an Plätzen (75) gingen weit mehr Bewerbungen ein, so dass das Los entscheiden musste.

Das Programm las sich ja aber auch vom Feinsten – und war es dann auch. Im Burgmuseum dem Leben im Mittelalter nachspüren, von Turm zu Turm die geheimen Winkel der Burg entdecken und zwischen Kartoffeln und Kühen Bauernhofluft schnuppern. Und auch da war am Ende keine eindeutige Tendenz erkennbar, was der Favorit gewesen sein könnte.

Auf dem Bauernhof der Familie Hofmann etwa entpuppte sich die Eiersortier-Maschine als Renner. Die Kleinen konnten sich an ihr gar nicht satt sehen. Das Kartoffellager punktete nicht nur mit seiner angenehmen kühlen Temperatur, sondern auch einem Geschmackserlebnis. Manch einer staunte, wie gut eine „einfache“ gekochte Kartoffel mit einem Dip schmecken kann. Und dann war da auch noch der Streichelzoo mit Esel und Co.…

Ohne goldenen Schlüssel geht im Burgmuseum nichts. Entsprechend verteilte Barbara Heckl erst einmal Utensilien, ehe sie die großen und kleinen Besucher auf eine faszinierende Zeitreise mitnahm. Der Schlüssel kann an verschiedenen interaktiven Stationen eingesetzt werden und lässt einen so in die Welt von Burgfräulein und Ritter eintauchen und sogar Turniere und Feuertanzfestival lebendig werden. Die Jungs und Mädels, die Kettenhemd und Helm überstreiften, staunten nicht schlecht über deren Gewicht.

Die Geschichte der Burganlage brachte Kerstin Bienert den Gruppen nahe. Sie erzählte, wie sich die erste hölzerne Trutzburg zu dem Gebäudekomplex entwickeln konnte, der er heute ist. Spielerisch wurde gemeinsam „erarbeitet“, was wo passierte und wie die Menschen damals lebten. Sowohl die, die privilegiert im Inneren der Gemäuer ihren Alltag verbrachten, als auch die Bauern und Bediensteten. Auch da gab es Überraschungen. Die meisten Lieblingsessen der Kinder gab es früher noch gar nicht. Und auch kein Speiseeis!

Gutes Stichwort, denn am Ende des kurzweiligen Tages gab es nicht nur Urkunden für die kleinen Entdecker, auch der Eiswagen der Familie Werzinger rollte an. Spätestens da strahlten noch ein paar Menschen mehr mit den Teilnehmern um die Wette: Die Organisatoren aus dem Landratsamt, Kerstin Gräf, Stefan Forster und Jörg Ruckriegel. Bekamen sie doch eine Menge Lob für den Aktionstag – auch im Nachgang. Zitieren wir eine Oma: „Ein wunderbarer Tag für Großeltern und Enkelkinder.“ Dem ist wohl kaum etwas hinzuzufügen. Außer dem Wunsch nach einer Fortsetzung.

Gut zu wissen: Das Seniorenamt ist per Telefon sowie Mail (Kontakte untenstehend) zu erreichen und freut sich über Anregungen und Tipps oder, wenn es einfach nur helfen kann.

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