Für eine nachhaltige Zukunft

Rund 50 Experten aus der Metropolregion Nürnberg trafen sich kürzlich in Roth
Stand: 03.03.2026


Wie gelingen Klimaschutz und Energiewende vor der Haustür? Antworten auf diese und mehr Fragen zum Thema haben kürzlich gut 50 Klimaschutzmanagerinnen und -manager aus der Metropolregion Nürnberg bei einem Netzwerktreffen in Roth gesucht. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, neue Impulse, die gemeinsame Suche nach praktikablen Lösungen für Kommunen ganz im Sinne der Ziele des regelmäßigen Austauschs der Protagonisten von Coburg bis Weißenburg.

Eines: Netzwerk zu sein, Ideen und Erfahrungen offen auszutauschen, Projekte und Veranstaltungsideen entwickeln, Kompetenzen zu bündeln sowie aktuelle Themen des Klimaschutzes zu besprechen. Landrat Ben Schwarz ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe im Schloss Ratibor persönlich zu begrüßen. „Ihr seid auf dem richtigen Weg“, motivierte er die engagierten Experten. In einer Zeit, in der der Klimawandel immer spürbarer werde, stünden lokale Entscheidungsträger vor der Aufgabe, effektive Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Das Zusammentreffen der Klimaschutzmanager sei eine wertvolle Plattform, um Best Practices auszutauschen, innovative Projekte vorzustellen und sich über erfolgreiche Strategien zur Reduktion von CO2-Emissionen zu informieren.

Von „seinem“ Team im Landratsamt stellten Lena Lang und Angela Ziegler Projekte aus unserem Landkreis vor, Pia Distler tat dies für die Stadt Roth. Die Stadtwerke Roth brachten sich mit fachlichem Input und einem Fachvortrag zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende auf kommunale Versorgungsunternehmen ein. Ihr Leiter Dr. Gerhard Brunner referierte zu den „Auswirkungen und Herausforderungen der Energiewende (Wärme, Strom und Mobilität)“ und beleuchtete zentrale Entwicklungen und Handlungsfelder. Er zeigte auf, wie tiefgreifend die Transformation der Energieversorgung in die wirtschaftlichen Strukturen kommunaler Unternehmen und Stadtwerke eingreift und welche Chancen sich daraus für die regionale Wertschöpfung ergeben.


Dr. Brunner: „Die Energiewende ist alternativlos und erfordert vor allem den Ausbau großer, kostengünstiger und steuerbarer Anlagen für erneuerbare Energien.“ Während private Photovoltaik zunehmend zur individuellen Entscheidung werde, müssten gleichzeitig die Strom- und Wärmenetze deutlich erweitert werden. Der Hochlauf von E‑Mobilität, Wärmepumpen und Wärmenetzen stellen seiner Meinung nach zusätzliche Anforderungen an Infrastruktur und Planung. Erneuerbare‑Energien‑Anlagen sollten möglichst netzorientiert errichtet und bei Bedarf nachjustiert werden. Um die Kosten der Energiewende beherrschbar zu halten, sind Effizienzsteigerungen entscheidend. „Ebenso wichtig ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz für die Transformation dauerhaft zu sichern“, so Brunner.

Die spannende Verbindung zwischen Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit beleuchtete Yvonne Wetsch der Hochschule Ansbach. Sie gab fachlichen Input und einen aktuellen Stand der Forschung zu den Fragestellungen: Wie Nachhaltig ist künstliche Intelligenz und wie kann KI Nachhaltigkeit fördern?
Den Abschluss bildete eine sehr kurzweilige und interessante Führung durch das Schloss Ratibor mit vielen Informationen und unterhaltsamen zur Historie Roths.

So war es am Ende des Tages keine Überraschung, dass es für die Gastgeberinnen sowie den Landrat ausschließlich positive Feedbacks hagelte. Das vielleicht schönste: „Das war ein Riesen-Motivations-Schub“, formulierte einer der Teilnehmer. Den können zum Thema wohl nicht nur Klimamanager gut gebrauchen.

Klimaschutz Landkreis Roth

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Weinbergweg 1
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