
Große Verantwortung, große Erfüllung
Vize-Landrat und Oberbürgermeister begrüßten und gratulierten neuen Lehrerinnen und Lehrer
Stand: 14.09.2026
Es ist ein großer Moment gewesen: 47 neue Lehrerinnen und Lehrer haben am Montag im Kreistagssaal ihren Eid geleistet. Zum Berufsstart gab es aber nicht nur die Ernennungsurkunden, sondern herzliche Glückwünsche, den ein oder anderen Ratschlag – und eine Menge Symbolik.
Das wohl bunteste Bild zeichnete Stellvertretender Landrat Michael Kreichauf, der Lehrer mit Gärtnern verglich. „Ein guter zieht nicht an den Pflanzen, sondern schafft ihnen Raum und ein gutes Umfeld“, brachte er es auf den Punkt. Zudem erkenne er, dass jede Pflanze anders ist, habe Geduld, und fördere sie. Schule sei mehr als ein Ort der Wissensvermittlung, sondern der Orientierung – was in einer sich schnell wandelnden Welt wichtiger sei denn je. „Sie werden es mit Herausforderungen zu tun bekommen, die wir heute noch gar nicht kennen“, prognostizierte er. Mit Zuversicht, Neugier und Haltung seien sie aber zu bewältigten, machte Michael Kreichauf zugleich Mut.
„Sie haben eine besondere Verantwortung für die jungen Menschen, die Ihnen anvertraut werden“, rückte er die Bedeutung des Berufszurecht. Dafür dankte der Vize-Landrat ausdrücklich und wünschte, dass sich Grundschul-, Mittelschul- und Fachlehrer ihre Begeisterung bewahren mögen. „Werden Sie zu Gärtnern mit Geduld und Herz.“
Einen dreifachen Glückwunsch hatte der Schwabacher Oberbürgermeister Peter Reiß mitgebracht. Einmal an die „eigene“ Adresse, Schulamt und Verwaltungen, „dass wir viele und tolle Leute bekommen“. Ohne Lehrer würde Schule nicht funktionieren, „da können wir noch so schöne Gebäude haben“. Reiß gratulierte aber auch den Jungen, Mädchen und Jugendlichen zu ihren Pädagogen. „Last, but not least“ galt der größte Glückwunsch den 47 Frauen und Männern am Anfang ihres beruflichen Wegs. „Schön, dass Sie mit an Bord sind!“
Peter Reiß zeigte sich überzeugt, dass die Lehrerinnen und Lehrer mit dem Schulamt Roth-Schwabach ein wunderbares Los gezogen hätten. Grund seien die sehr guten räumlichen Voraussetzungen mit der Nähe von städtisch und ländlich. Und es gäbe viel zu erleben: Natur, Kultur, Sport, Naherholung…
Schulamtsleiterin Antje Döllinger startete mit einem Versprechen. „Wenn der heutige Tag rum ist, können Sie einen großen Haken setzen.“ Sie stellte das Team vor, mit dem es die 28 Grundschullehrer (zehn mehr als im Vorjahr), ihre sieben Kollegen in Mittelschulen sowie fünf Fachlehrer zu tun bekommen würden. Seminarrektorinnen und -rektoren, von denen ein Teil anwesend war, Schulamtsmitarbeiter, Schulleiter sowie ihre Schulamtsdirektoren-Kollegen Cornelia Schindler und Martin Mederer.
Döllinger bezeichnete den Beruf als herausfordernd, aber auch sehr zufriedenstellend, nie langweilig wichtig und verantwortungsvoll. Gerade in den kommenden zwei Jahren bis zum zweiten Staatsexamen seien eine gute Verquickung von Theorie und Praxis. „Sie können etwas bewirken“, ermutigte sie die 47 Frauen und Männer, an die sie aus einer Schultüte kleine symbolische Geschenke verteilte. Studentenfutter als Erinnerung an Gesundheitsbewusstsein, Schokolade als Belohnung oder Nervennahrung, Tee für Gelassenheit und Kaffee zum Durchhalten, aber auch einen Piccolo, „feiern Sie auch die kleinen Erfolge.“
Martin Mederer stellte nicht nur den Landkreis etwas näher vor, er hatte auch Zahlen dabei. An den Grundschulen sind 5424 Lehrerinnen und Lehrer tätig (Schwabach: 1566), an Mittelschulen 2188 (757). Die durchschnittliche Klassenstärke liegt bei 22,03 (Grundschule) beziehungsweise 21,34 (Mittelschule). Der Schulamtsdirektor wollte Mut machen für den anstehenden Sprung ins kalte Wasser. „Wenn Sie den haben und ihr Bestes geben, haben Sie schon gewonnen.“
Wenn auch einige der zu Vereidigenden auch schon vor Klassen gestanden hätten, „beginnt doch heute die Entwicklung einer neuen Persönlichkeit, der des Lehrers“, sagte er. Martin Mederer schloss mit einem persönlichen Appell. „Vergessen Sie nicht, dass wir eine wunderbare freiheitlich-demokratische Grundordnung haben. Sie ist unser höchstes Gut.“
Cornelia Schindler griff den Gedanken gerne auf, als sie auf die Bedeutung einer Vereidigung hinwies. Der Freistaat werde zum neuen Dienstherrn und „Sie sind an einer staatlichen Aufgabe beteiligt.“ Einer wichtigen, nämlich Bildung, Erziehung und Wertevermittlung.
„Bunt“ begrüßte auch Dr. Claudia Standfest die neuen Kollegen, denen sie eine Geschichte vorlas. Brigitte Burczyk und Thomas Mehrwald stellten sich als Personalratsvorsitzende vor und versprachen, ein offenes Ohr zu haben. „Wie wir alle“, ergänzte Antje Döllinger zum Abschluss.