Heimatkundliches Jahresthema

Themenjahr

Jedes Jahr ruft der Landkreis ein heimatkundliches Thema aus. Dazu werden Vorträge, Führungen und Exkursionen veranstaltet. Vergangene Themen waren die Reformation, die Geschichte der "Hausnamen", Friedhöfe und Grabmäler im Landkreis , "1700 Jahre jüdische Besiedlung in Deutschland", die Gebietsreform 1972, Persönlichkeiten des Landkreises sowie der "Bauernkrieg von 1525".

In diesem Jahr widmet sich das Heimatkundliche Themenjahr der "Heimarbeit" im Landkreis Roth.
Früher war Heimarbeit für viele Familien überlebenswichtig und sicherte als zusätzliche Einnahmequelle den Lebensunterhalt. Die Ausstellung „Glänzende Zeiten“, ab September im Eisenhammer zu sehen, sowie begleitende Vorträge und Führungen zeigen die Arbeits- und Lebensbedingungen und halten dieses Stück Heimatgeschichte lebendig.

Unsere Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß und unser Kreisheimatpfleger Klaus-Dieter Gugel freuen sich über viele interessierte Besucherinnen und Besucher.

Die Veranstaltungen finden im Zeitraum Juli bis November statt. Eine ausführliche Beschreibung mit allen Daten im Überblick sind im Themenflyer 2026 zusammengefasst, der untenstehend zum Download bereitsteht.

Unsere nächste Veranstaltung:

Heimarbeit hautnah erleben: Vortrag und Vorführung im Fabrikmuseum

Dienstag, 20. Oktober, 18 Uhr
Ort: Fabrikmuseum, Obere Mühle 4, Roth

Wie wurde früher mit Heimarbeit die Haushaltskasse aufgebessert und welchen Beitrag leistete sie zum Lebensunterhalt vieler Familien? Dieser Frage widmet sich ein Vortragsabend am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 18 Uhr im Fabrikmuseum Roth, Obere Mühle 4. Dabei erhalten die Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in die Geschichte der Heimarbeit.

Walter Enzenhöfer beleuchtet die Geschichte und Bedeutung dieser Erwerbsform, die in zahlreichen Familien über viele Jahrzehnte hinweg zum Lebensunterhalt beitrug. Im Anschluss an den Vortrag erwartet die Besucherinnen und Besucher eine Vorführung in der Heimarbeiterstube des Museums. Dabei wird anschaulich gezeigt, wie früher gearbeitet wurde. Wer möchte, darf auch selbst Hand anlegen und historische Arbeitstechniken ausprobieren. Eine Führung durch das Museum rundet den Abend ab und eröffnet weitere Einblicke in die Geschichte der leonischen Industrie und die Arbeitswelt vergangener Zeiten.

Besonders herzlich eingeladen sind Großeltern, die selbst einmal in der Heimarbeit tätig waren und ihren Enkeln zeigen möchten, wie mühsam früher oftmals die Haushaltskasse aufgebessert wurde. Der Abend schafft die Gelegenheit, Erinnerungen zu teilen, Erfahrungen weiterzugeben und gemeinsam ein wichtiges Stück regionaler Alltags- und Industriegeschichte zu entdecken.

Das Fabrikmuseum Roth bietet dafür einen besonders authentischen Rahmen. Es vermittelt ein Stück lebendige Industriegeschichte und zeigt, was leonische Waren sind und wie sie hergestellt wurden. Historische Maschinen und Vorrichtungen veranschaulichen die Herstellung des leonischen Grundmaterials und dessen Weiterverarbeitung zu Webprodukten wie Bändern und Borten. Sie zeugen von der Erfindungsgabe und dem handwerklichen Geschick früherer Generationen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Flyer zum Download

Frau Schultheiß

Kreisheimatpflegerin Süd

Anschrift

Am Offenbrunn 47
91180 Heideck