Öko-Modellregion Nürnberg - Nürnberger Land - Roth

Die Öko-Modellregion Nürnberg - Nürnberger Land - Roth ist im Januar 2015 gestartet. Sie ist die größte ÖMR in Bayern und die einzige in Mittelfranken. Seit Anerkennung wurde die ÖMR bereits viermal verlängert. Die aktuelle Förderperiode läuft seit dem 01.01.2023 und endet zum 31.12.2026. Die neue Förderperiode von 2027 bis 2030 ist bereits beschlossen.

Folgende grundlegende Ziele wurden für die ÖMR formuliert:

  • Stadt-Land-Kooperation fördern
  • Regionale Wertschöpfungsketten stärken und regionalen Umsatz steigern
  • Zahl der Umstellungsbetriebe steigern
  • Projekte der Solidarischen Landwirtschaft fördern
  • Interesse der Verbraucher für regionale Bio-Produkte steigern

Im Landkreis gibt es derzeit 70 Bio-Betriebe, die insgesamt 2.246 Hektar ökologische Fläche bewirtschaften. Sowohl die Zahl der Bio-Betriebe als auch die biologisch genutzte Fläche haben sich signifikant positiv entwickelt. Vom Ziel der bayerischen Staatsregierung „30 % Ökolandbaufläche bis 2030“ ist nicht nur der Landkreis Roth, sondern auch die gesamte ÖMR mit 11,5 % deutlich entfernt.


Zielsetzungen 2027 - 30

Neben den grundlegenden Zielen sind im Konzept (s. Anlage) für die neue Förderperiode unter anderem folgende Schwerpunkte geplant, um die ÖMR sowie die Bio-Landwirtschaft im Landkreis nachhaltig zu stärken und auszubauen:

Landkreis Roth:

  • Aufbau einer landkreisweiten Online-Direktvermarktung
  • Aufbau digitale Bauernmärkte mit Depotlieferung
  • Vermarktungskonzept über zentrale Verkaufsautomaten

Öko-Modellregion allgemein:

  • Vernetzung, Umsteller-Seminare, Dialogformate
  • Steigerung des Bio-Anteils in der Gemeinschaftsverpflegung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung
  • Förderung Öko-Kleinprojekte

Öko-Modellregion fördert Kleinprojekte

Die Öko-Modellregion förderte in diesem Jahr vier Bio-Betriebe im Zuge des Programms "Öko-Kleinprojekte"':

  • Biohof Winter, Ruppmannsburg (Weide für Ammenkühe, Kälber und Jungvieh)
  • Alawi GmbH, Poppenreuth (Aufbau Betriebszweig Bio-Jungstauden)
  • Biohof Enzenhöfer, Steindl (Speiseeiswagen zur Vermarktung von Bio-Eis)
  • Biolandhof Schnell, Neppersreuth (Küprbisrätselweg, Infotafeln zum Bioackerbau)

Die nächste Förderausschreibung wird im Herbst 2026 stattfinden.


Frau Landmann